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Faire Trennung 
 

 

Die unternehmerische Entscheidung 

Auslöser betriebsbedingter Kündigungen ist eine unternehmerische Entscheidung. In einer markwirtschaftlich orientierten Wirtschaftsordnung ist ein Unternehmer grundsätzlich frei in seiner Entscheidung, Kapital und Arbeitskräfte so rationell wie  möglich einzusetzen. Der Gesetzgeber hat der unternehmerischen Freiheit durch das Kündigungsschutzgesetz Grenzen gesetzt. Der Arbeitgeber muss soziale Gesichtspunkte beachten (Alter, Betriebszugehörigkeit, Unterhaltsverpflichtungen, Schwerbehinderung); bei Massenentlassungen muss er außerdem mit dem Betriebsrat über einen Sozialplan verhandeln, bei dem es hauptsächlich um Abfindungen für den Verlust des Arbeitsplatzes geht. 

Firmen haben auch die Möglichkeit, sich von Arbeitnehmern auf freiwilliger Basis per Aufhebungsvertrag in Verbindung mit Abfindungen zu trennen.

 

 

Kündigung und Kündigungsgespräch

Die Trennung – ob Kündigung oder Aufhebungsvertrag – sollte menschlich anständig über die Bühne gehen. Es zeugt nicht gerade von Augenmaß und Einfühlungsvermögen, wenn Mitarbeiter ihre Kündigung im Briefkasten vorfinden oder vom Personalabbau aus der Zeitung erfahren.

Es ist die Aufgabe des Vorgesetzten, die „Trennungsbotschaft“ in einem Vier-Augen-Gespräch zu übermitteln und die Gründe zu erläutern. Viele Führungskräfte tun sich schwer damit. Sie haben Angst vor solchen Gesprächen, weil sie den Ablauf eines solchen Gesprächs nicht steuern können und nicht wissen, wie der betroffene Mitarbeiter emotional auf die Trennungsbotschaft reagiert.

 

 

Unterstützung beim Neuanfang

Abfindungen sind für viele Mitarbeiter, die ihren Arbeitsplatz verlieren, nur ein Trostpflaster. Eine neue Stelle wäre ihnen lieber.

Zu einer fairen Trennung gehört auch, den ausscheidenden Mitarbeiter bei der Stellensuche zu helfen, zum Beispiel durch Workshops mit einem externen Trainer.

Warum sollte ein Unternehmen einen professionellen Berater engagieren? Außer der sozialen Verantwortung gibt es noch andere Gründe: Unternehmen vermeiden damit unnötigen Streit, wollen ihr Ansehen nicht beschädigen und senden ein positives Signal an die Mitarbeiter, die im Unternehmen weiter arbeiten.

Aus eigener Erfahrung weiß ich, wie positiv die Unterstützung von den betroffenen Mitarbeitern aufgenommen wird. Sie fühlen sich eben nicht alleine gelassen. 

 

 

Unser Beratungsangebot:

Vortrag bzw. Workshop - Faire Trennung:
Betriebsbedingte Kündigung, Kündigungsgespräch, Hilfe beim Neuanfang
Dauer: 2 - 4 Std. mit Diskussion
 

 

Literatur:
- Karl-Heinz List: Outplacement - Vom Kündigungsgespräch zur Karriereberatung, Nürnberg 2003
 

 

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